Gastkonzert des Aichi Gakusen University Orchestra Japan
In der angenehmen Atmosphäre der Aula des Universitätshauptgebäudes der FSU Jena sind des öfteren wundervolle Klänge verschiedener Orchester, Chöre und Bands zu hören. Die Gäste des gestrigen Abends hatten aber wohl die weiteste Anreise hinter sich:
Es handelte sich um das Aichi Gakusen University Orchestra aus Japan. Unter Beteiligung von Mitgliedern der STÜBA Philharmonie und der AOV Jena durften die Zuhörer ganz in den Klängen von Rossini, Tschaikowsky, Mussorgsky und verschiedenen japanischen Künstlern (z.B. Teichi Okano) versinken.
Die sehr gut gefüllte Aula (freier Eintritt) erzitterte unter den knapp 80 Musikern des Orchesters. Trotz kleinerer Patzer in der Bläserfraktion war das Publikum hellauf begeistert und riss den zierlichen Dirigenten Kozo Yoshimi mit starkem Applaus zu zwei Zugaben (unter anderem der Radetzkymarsch ) hin. Im Programm fanden sich weiterhin die Overtüre zum “Barbier von Sevilla” von Rossini, die bekanntesten Stücke aus der “Nussknackersuite” von Tschaikowsky, ein Medley aus in Japan sehr bekannten Orchesterstücken und als Highlight die “Bilder einer Ausstellung” von Mussorgsky.
Mir hat es insgesamt sehr gut gefallen. Es war interessant die unterschiedliche Mentalität deutscher und japanische Musiker zu beobachten. Während die Musiker der AOV körperlich und seelisch sichtbar arbeiteten, lief bei den japanischen Musikern alles intern ab. Auch der Dirigent führte die Musiker fast mathematisch. Zum Ende des Konzertes taute er jedoch etwas auf.
Bis auf die japanischen Stücke waren es alles sehr bekannte Stücke, die jeder schon einmal gehört hat und die auch immer wieder im Radio oder Fernsehen zu hören sind. Leicht zu verstehen und sehr eingängig.
Insgesamt ein lohnender Abend.

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March 2nd, 2007 at 12:15 pm
ja die bläser wieder, die müssen irgendwie immer auffallen
March 2nd, 2007 at 12:22 pm
Ach das würde ich nicht sagen. Die AOV hat zum Beispiel hervorragende Bläser.
Sind halt zum Teil arg schwierige Instrumente.